Jambor-Fahlen, Simone (2018). Die Entwicklung der frühen Wortschreibung in den ersten beiden Schuljahren – Eine empirische Untersuchung unvollständiger Schreibungen. Duisburg: Gilles&Francke. ISBN 978-3-940120-12-0

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Abstract

Untersuchungen zum Schreiben haben die Analyse des Schreibprodukts, das schreibende Individuum oder auch den Prozess des Schreibens bzw. des Schreibenlernens im Fokus ihrer Betrachtungen. Das Schreibprodukt wird dabei als messbare Leistung, als sichtbares Ergebnis der schriftsprachlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern bewertet. Mittels unterschiedlicher Methoden werden daran verschiedene Fragestellungen untersucht. Neben der Analyse von Schreibprodukten werden auch Untersuchungen zu bestimmten Einflussfaktoren auf den Schreibprozess (Becker-Mrotzek & Böttcher, 2006) und den Schriftspracherwerb vorgenommen. Andere Studien haben die Entwicklung des Schriftspracherwerbs im Fokus. In das Umfeld des Themas „Erwerb“ ist auch die Frage nach den Voraussetzungen für einen gelungenen Schriftspracherwerb untersucht worden. So wurden verschiedene Faktoren identifiziert, die einen erfolgreichen Erwerbsverlauf begünstigen können (Hippmann, 2008). Immer wieder aktuell ist die Frage nach den Einflüssen und der Effektivität einzelner Methoden. Hier ist das Schreibprodukt bzw. seine orthographische Richtigkeit ein Mittel zur Leistungsüberprüfung der Schreibkompetenzen einzelner Kinder. Es wird deutlich, dass orthographische Richtigkeit das zentrale Maß für eine Leistungsmessung darstellt. Neben der Betrachtung richtiger Wörter befassen sich Studien zum Schriftspracherwerb auch mit der Analyse falscher Wörter bzw. der Untersuchung von Fehlern. Hier ist ein direkter Nutzen für die Praxis erkennbar. Qualitative Analysen von Schreibprodukten (z. B. durch die Hamburger Schreibprobe, 1997 oder die Aachener Förder- und Rechtschreibanalyse, 2002) nutzen ebenfalls die Fehler in den Schreibungen als Hinweis auf zugrundeliegende Strategien der Kinder und um eine spezifische Förderung daraus ableiten zu können. Fehleranalysen kategorisieren sehr differenziert Rechtschreibfehler auf segmentaler, silbischer, morphologischer oder syntaktischer Ebene. Trotzdem fehlt bislang eine fundierte und evidenzbasierte Auseinandersetzung mit diesem Phänomen: Unvollständige Schreibungen stellen eine Randnotiz in der Forschung zum Schriftspracherwerb dar. So bleibt unklar, was Skelettschreibungen im Detail sind und wie sie sich im Laufe des Erwerbs entwickeln, welche Elemente der Zielwörter ausgelassen und welche verschriftet werden.

Item Type: Book, conference item or legal commentary
Creators:
CreatorsEmailORCID
Jambor-Fahlen, Simonesimone.jambor-fahlen@mercator.uni-koeln.deUNSPECIFIED
Editors:
EditorsEmailORCID
Becker-Mrotzek, MichaelBecker.Mrotzek@uni-koeln.deUNSPECIFIED
Jost, Jörgjoerg.jost@uni-koeln.deUNSPECIFIED
Pohl, Thorstenthorsten.pohl@uni-koeln.deUNSPECIFIED
Schindler, Kirstenkirsten.schindler@uni-koeln.deUNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-86108
Series Name at the University of Cologne: Kölner Beiträge zur Sprachdidaktik
Publisher: Gilles&Francke
ISBN: 978-3-940120-12-0
Volume: 12
Subjects: Germanic
Faculty: Faculty of Human Sciences
Divisions: Faculty of Arts and Humanities > Institut für Deutsche Sprache und Literatur II
Language: German
Date: 2018
Related URLs:
Place of Publication: Duisburg
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/8610

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